Alexandra Bachzetsis’ neuste Arbeit konzentriert sich auf das Verhältnis der Inszenierung des exzessiven Körpers und dessen Verzehr durch den begehrenden Blick.

Ausstellung und Live-Performance zugleich

Alexandra Bachzetsis (*1974) ist Choreografin und bildende Künstlerin und lebt und arbeitet in Zürich. Ihre künstlerische Praxis entfaltet sich an der Schnitt-stelle von Tanz, Performance, bildender Kunst und Theater. Viele ihrer Arbeiten beschäftigen sich mit Choreografien des Körpers und insbesondere mit der Frage, auf welche Weise wir uns Gesten, Ausdrucksweisen, Identifikationsmuster und Fantasien aus der Popkultur aneignen, wenn wir unsere Körper immerzu neu entwerfen und definieren. Dabei interessiert sich Bachzetsis für den wechselseitigen Einfluss zwischen «populär-kommerziellen» Medien (Social Media, Videoclips oder Fernsehen) und der «Kunst» (Ballett, moderner und zeitgenössischer Tanz, Performance und bildende Kunst).

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Alexandra Bachzetsis, Foto © Peggy June

Alexandra Bachzetsis’ Arbeiten wurden weltweit in wichtigen Museen und Theatern sowie Biennalen und Festivals gezeigt. Mit dem Kunsthaus Zürich verbindet die Künstlerin, die 2018 mit dem Kunstpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet wurde, schon eine längere Geschichte. Bereits 2008 wurde hier eine frühe Arbeit von ihr gezeigt, und im Laufe der Jahre folgten weitere Performances. Nun feiert ihr neustes Werk «2020: Obscene» im Kunsthaus Zürich in der Museumsfassung Premiere. Darin erforscht die Künstlerin performativ die Abhängigkeiten zwischen der «Szene» – also dem Spielen und dem Inszenieren – und dem «Obszönen».

Gemeinsam mit drei Co-Performerinnen und -Performern konzentriert sich Bachzetsis in «2020: Obscene» auf das Verhältnis der Inszenierung des exzessiven Körpers und dessen Verzehr durch den begehrenden Blick. Die Arbeit untersucht einerseits die Möglichkeiten des Theaters im Hinblick auf Verführung, Anziehung und Spiele der sexuellen Identität, andererseits den darstellenden Körper selbst als Ort der Entfremdung und Begrenzung des menschlichen Seins. Die Performer/innen werden mit ihrer eigenen Körperlichkeit konfrontiert – mit den Widersprüchen zwischen Intuition und Geste, Licht und Dunkel, Partitur und Skript sowie Norm und Form.

«2020: Obscene» von Alexandra Bachzetsis ist sowohl Ausstellung wie auch Live-Performance. Im Ausstellungsmodus werden die Bühnenelemente zu Projektionsflächen für eine dreiteilige Videoprojektion, und am 1./2. April wird die Performance live im Vortragssaal aufgeführt.

Unterstützt von der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung

Alle Abb.: Alexandra Bachzetsis. 2020: Obscene, Foto © Melanie Hofmann

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