Yoko Onos Performances und Aktionen der 1960er- und 1970er-Jahre haben Kultstatus erreicht. Im Kunsthaus Zürich werden einige davon reinszeniert und ausgestellt. Die Künstlerin ist an der Konzeption der Ausstellung persönlich beteiligt.

Zwischen Lyrik, Konzeptkunst und Performance

Yoko Ono hat sich seit Beginn ihrer Karriere mit wichtigen gesellschaftspolitischen Themen auseinandergesetzt, die auch heute noch von grosser Relevanz sind. Sie engagiert sich seit jeher für den Frieden auf der Welt und setzt sich für feministische Anliegen ein. Ideen spielen dabei immer die zentrale Rolle: Mal formuliert sie diese auf spielerisch-humorvolle Weise, mal ganz radikal, dann wiederum sehr poetisch. Einige Ideen verwandelt sie in Objekte, andere lässt sie immateriell. Dementsprechend vielfältig ist das künstlerische Werk von Yoko Ono. Es umfasst Skulpturen, Arbeiten auf Papier, Installationen, Performances, Film und Musik. Rund 60 davon hat Kunsthaus-Kuratorin Mirjam Varadinis zusammen mit Yoko Ono und ihrem langjährigen Kurator und Freund Jon Hendricks ausgewählt und zu einer Ausstellung arrangiert.

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Yoko Ono, Mend Piece, 1966/2017, Aus: You & I, A4 Arts Foundation, Cape Town, 13. September 2017 – 28. Januar 2018, Foto: Andrew Juries, Courtesy of A4 Arts Foundation, © Yoko Ono
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Yoko Ono, Family Album / Blood Objects - Exhibit G: Baseball Bat, 1993, Foto: David Behl, © Yoko Ono
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Yoko Ono, Film No. 4 (‘Bottoms‘) / [Fluxfilm No. 16], 1966 Filmstrip © Yoko Ono
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Yoko Ono, Wish Tree, 1996/2013, Ausstellungsansicht, YOKO ONO: HALF-A-WIND SHOW - A RETROSPECTIVE, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, 7. Juni – 9. September 2013, Foto: Bjarke Ørsted , Courtesy of Louisiana Museum of Modern Art, © Yoko Ono
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Yoko Ono, Sky Piece to Jesus Christ, 1965/2013, Performance in Zusammenarbeit mit YOKO ONO: HALF-A-WIND SHOW - A RETROSPECTIVE, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, 7. Juni – 9. September 2013, Foto: Bjarke Ørsted, Courtesy of Louisiana Museum of Modern Art, © Yoko Ono
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Yoko Ono, Apple, 1966, Ausstellungsansicht, UNFINISHED PAINTINGS & OBJECTS BY YOKO ONO, Indica Gallery, London, 7. –18. November 1966, Foto: Iain Macmillan, © Yoko Ono
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Yoko Ono and John Lennon War is over! If you want it (Love and Peace from John & Yoko) Original poster, 1969 © Yoko Ono

Gezeigt wird eine Auswahl von zentralen Werken aus allen Schaffensperioden, mit einem Schwerpunkt auf dem Frühwerk. Die Präsentation ist keine klassische Retrospektive, sondern wird das über fünfzigjährige künstlerische Schaffen mit einem frischen Blick aus dem Heute neu beleben. Die Besucherinnen und Besucher werden auf vielfältige Weise mitinvolviert. Begleitend zur Ausstellung ist ein vielfältiges Performance-Programm geplant, bei dem wichtige Werke von Yoko Ono reinszeniert werden. Yoko Ono ist an der Konzeption der Ausstellung persönlich beteiligt.

Begleitend zur Ausstellung und dem Performance-Programm ist ein «Programmheft» mit Texten verschiedener Autorinnen, u.a. mit Beiträgen von RoseLee Goldberg, Catherine Morris, Patti Smith, Dorothee Richter, Fanny Wissler und Emma McCormick-Goodheart geplant.

Die Ausstellung wird unterstützt von Swiss Re – Partner für zeitgenössische Kunst und Albers & Co AG

Abb oben: Yoko Ono, Cut Piece, 1964/65, Performed in New Works of Yoko Ono, Carnegie Recital Hall, New York, 21. März 1965, Foto: Minory Niizuma, © Yoko Ono

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